Fachgesellschaft setzt Ärzte unter Druck, um die E-Zigarette zu vernichten

Darüber das E-Zigaretten ein massiv geringeres Schädigungspotenzial als Tabakzigaretten aufweisen, herrscht eigentlich ein breiter wissenschaftlicher Konsens. Trotz dieses Facts üben gewisse medizinische Fachgesellschaften einen überaus massiven Druck auf ihre Mitglieder aus, damit diese die E-Zigarette diskreditieren.

Zensur durch Drohung

Die Europäischen Gemeinschaft von Atemwegsfachleuten, die European Respiratory Society (ERS) sticht dabei besonders hervor. Die Verantwortlichen des ERS haben an ihrem Kongress, der vom 28. September bis 2. Oktober 2019 in Madrid stattfand, ihre Mitglieder ausdrücklich davor gewarnt, mit der E-Zigaretten-Branche zusammenzuarbeiten. Die Generalversammlung des ERS beschloss: «Pneumologen, die mit Herstellern von E-Zigaretten kooperieren, werden ab Januar von der Mitgliedschaft beim ERS ausgeschlossen und dürfen auch nicht mehr an ERS-Kongressen sprechen.» Was solch ein Ausschluss für einen Lungenfacharzt bedeutet, ist nicht schwer abzuschätzen: Seine Karriere wäre auf einen Schlag ruiniert.

Karriere gibt es nur für Mitglieder

Für einen Lungenfacharzt mit Karriereambitionen führt also kein Weg an dieser internationalen Fachgesellschaft vorbei. Die ERS schreibt dazu auf ihrer Website: «Unsere Gemeinschaft von Atemwegsfachleuten wächst von Jahr zu Jahr. Wenn Sie Mitglied bei ERS werden, können Sie sich diesem wachsenden Netzwerk anschliessen und Ihre Karriere durch den grenzüberschreitenden Wissensaustausch und die Weitergabe von Fachwissen fördern.»

Big-Pharma gibt Takt vor

Nun werden also Befürworter der 95% weniger schädlichen E-Zigarette mundtot gemacht, indem man ihnen mit dem Karriereende droht. Wenn man schaut, von wem der ERS gesponsert wird, ist es eigentlich nicht verwunderlich: Die ERS-Unterstützerliste liest sich wie das who is who der Pharmabranche. Fazit zum ERS-Kongress: Gut ist, was von der Pharmaindustrie kommt und alles andere gehört bekämpft, weil es Big-Pharma keine Gewinne beschert. Fragt sich nur, wo bei diesem Gebaren die Wissenschaftsehre, die ärztliche Ethik und der hippokratische Eid bleiben.

Quellenverweis: Springermedizin.de

So fliesst das Geld: Was Big-Pharma so alles bezahlt

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